09.07.2021

Die Freien Demokraten wollen zur Bundestagswahl so stark werden, dass sie mitregieren können. Das machten FDP-Chef Christian Lindner und FDP-Generalsekretär bei der Vorstellung der FDP-Wahlkampagne deutlich.

Die Freien Demokraten wollen zur Bundestagswahl so stark werden, dass sie mitregieren können. Das machte FDP-Chef Christian Lindner bei der Vorstellung der Wahlkampagne deutlich. „Wir gehen in diesen Wahlkampf mit dem Anspruch, Verantwortung für unser Land zu übernehmen. Wir wollen so stark zweistellig werden, dass ohne die FDP keine Regierungsbildung möglich ist.“ Er gehe davon aus, dass der Auftrag zur Regierungsbildung an CDU und CSU gehen werde, so Lindner. „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Armin Laschet der nächste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland sein. Die eigentliche Auseinandersetzung ist deshalb nicht schwarz oder grün. Die Auseinandersetzung ist Schwarz-Grün oder eine Regierungsbeteiligung mit der FDP.“

Ziel der Freien Demokraten sei es, dass Deutschland eine neue Regierung bekomme, die aus der politischen Mitte heraus gebildet werde — und zwar mit starken Freien Demokraten. Lindner: „Mit dieser Motivation gehen wir in den Wahlkampf. Mit wachsenden Mitgliederzahlen, mit guten Umfrageergebnissen im Rücken und vor allen Dingen mit vielen Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort, die mit großem Engagement ihren Wahlkampf in ihren Wahlkreisen führen werden.“

Die Kerninhalte für den Bundestagswahlkampf liegen für die Freien Demokraten bei den Themen Bildung und Digitalisierung, beim Abbau von Bürokratie, der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und einem moderneren Rollenverständnis von Frauen und Männern. „Wir führen diesen Wahlkampf sachorientiert“, gibt Lindner die Richtung vor. „Wir arbeiten uns nicht an unseren Gegnern ab. Wir arbeiten uns an Sachfragen und dem unzureichenden Status quo ab. Wir gehen in diesen Wahlkampf mit realistischen Vorschlägen. Die immer aus der Perspektive einer möglichen Umsetzung in Regierungsverantwortung formuliert werden. Wir wissen aber auch, dass es noch viel zu tun ist, Menschen zu überzeugen davon, die Freien Demokraten so stark zu machen, dass wir tatsächlich für eine Regierungsbildung gebraucht werden.“

Wer nicht wolle, dass die Versprechen der Union in einem grünen Sumpf untergingen, müsse die Freien Demokraten stark machen, ergänzte FDP-Generalsekretär Volker Wissing bei der Kampagnenpräsentation. „Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob die FDP dabei ist oder nicht, weil wir ein Alleinstellungsmerkmal haben. Keine Partei widmet dem Thema Freiheit ein so großes Gewicht wie die Freien Demokraten. Das haben die Bürgerinnen und Bürger auch in der Pandemie deutlich gesehen.“

Wissing präsentierte die grafischen Elemente der Wahlkampagne unter dem Claim „Nie gab es mehr zu tun“. Zentrale Person dabei: Spitzenkandidat Christian Lindner. „Er hat eine sehr starke Reichweite, eine sehr starke Wahrnehmung. Und es ist für die FDP ein Glücksfall, ihn an der Spitze zu haben. Das nutzen wir in diesem Wahlkampf natürlich.“ Es gehe aber nicht nur um Personen und die bundesweit vielen Kandidatinnen und Kandidaten. „Es geht um Inhalt. Es geht um unser Land. Wir wollen etwas bewegen. Wir wollen unser Land nach vorne bringen“, so Wissing.

Der FDP-Generalsekretär erteilte Spekulationen um mögliche Koalitionen bei der Kampagnenvorstellung eine Absage. „Für uns steht jetzt das Bewerben des Angebots der Freien Demokraten im Vordergrund.“ Je stärker die FDP werde, umso wahrscheinlicher sei es, dass am Ende ohne sie keine Regierung gebildet werden könne. „Das ist wichtig, weil wir nicht wollen, dass das Land einen Linksruck erlebt. Wir wollen nicht am Ende Grün-Rot-Rot sehen.“ Es gehe vielmehr darum, dass sich in Deutschland wirklich etwas in Richtung Modernisierung und auch Stärkung der sozialen Marktwirtschaft tue. „Wir fokussieren uns auf unsere Inhalte. Diese Bundestagswahl ist eine Richtungswahl. Wir wollen anpacken.“ Die Bildsprache der FDP-Kampagne drücke deshalb aus: „Wir arbeiten für dieses Land und für die Inhalte, von denen wir überzeugt sind, dass sie Deutschland guttun.“