An der Impfstrategie der Bundesregierung und der Europäischen Union hagelt es Kritik. FDP-Generalsekretär Volker Wissing sagte im Interview mit dem Donaukurier: „Die Impfung läuft in Deutschland schlechter als in anderen Ländern. Das ist ein schweres Versäumnis der Bundesregierung. Es wurde zu wenig Impfstoff beschafft. Niemand versteht, dass wir hier in Deutschland einen hervorragenden Impfstoff entwickeln, der dann in anderen Ländern zur Verfügung steht, bei uns aber nur in geringem Umfang.“ Angesichts der zögerlich anlaufenden Impfungen fordert FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner einen Impfgipfel. Mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen sowie der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und der pharmazeutischen Industrie müsse beraten werden, wie wir die bestmögliche Impfstrategie für unser Land umsetzen können. Dabei müsse es vor allem um die Frage gehen, wie Umfang und Tempo beim Impfen erhöht werden können. Im Interview mit den Stuttgarter Nachrichten kritisierte Lindner, dass Deutschland es versäumt habe, parallel zur EU-Bestellung auf bilateralem Weg zusätzliche Impfdosen zu bestellen. „Das hätte Geld gekostet, aber es wäre gut angelegt gewesen, denn es geht um Gesundheit, die Reduzierung von wirtschaftlichem Schaden und Freiheitsrechte“, so Lindner. Für Volker Wissing kann eine verzögerte Impfung zu einer Verlängerung des Lockdowns führen. „Die Bundesregierung muss deshalb alles tun, um schnellstmöglich eine ausreichende Versorgung mit Impfstoff sicherzustellen.“ Aus diesem Grund hat die FDP im Deutschen Bundestag für die kommende Woche eine Aktuelle Stunde zur Beschaffung der Impfstoffe beantragt. Die FDP im Europaparlament etwa fordert: Wenn die EU-Kommission nicht sehr schnell – etwa in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses – Transparenz herstellt, muss das Europaparlament einen Untersuchungsausschuss einrichten.