Tobias Merckle, Geschäftsführender Vorstand des Seehaus Leonberg e.V. begrüßt Mitglieder des Bundestags im Seehaus Leonberg.

Die parlamentarischen Geschäftsführer der Freien Demokraten, Dr. Marco Buschmann, FDP und Dr. Florian Toncar , Kandidat für den Wahlkreis Böblingen und Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten sowie stellvertretendes Mitglied im Richterwahlausschuss und Mitglied sowie Obmann im 3. Untersuchungsausschuss Wirecard informierten sich über die Arbeit des Vereins vor Ort in Leonberg.

In seiner Vorstellung des Seehaus Leonberg erläuterte Tobias Merckle, dass sich die Einrichtung als Lebensschule versteht und jungen Gefangenen die Chance gibt, eine umfassende Lebensveränderung vorzunehmen. Die jungen Gefangenen können innerhalb einer positiven Gruppenkultur und durch familienorientiertes Zusammenleben positives Sozialverhalten eintrainieren und erlernen. Straftaten und andere Problemfelder werden im Seehaus aufgearbeitet. Die jungen Gefangenen können in einem internen Stufensystem aufsteigen und dann auch mehr und mehr Lockerungen erhalten. Die Besucher erfuhren, dass eine Integration in Sportvereine ermöglicht wurde. Es bestehen sehr gute Vermittlungschancen ins Handwerk und in die Industrie. Nach ihrer Entlassung können die jungen Männer verschiedene Nachsorgeangebote in Anspruch nehmen.

Herr Dr. Buschmann war beeindruckt von der erfolgreichen Arbeit hier vor Ort und sagte: „Diese Einrichtung ist ein Vorzeigeprojekt, bei dem die Weitergabe der Erfahrungen für andere Länder sinnvoll erscheint“. Herr Dr. Toncar sieht die gleichzeitige Förderung im schulischen Bereich, in der beruflichen Bildung und im Freizeitbereich mit dem  Schwerpunkt auf der beruflichen Bildung als ein durchdachtes Konzept an. „In der Seehaus-Schule können die jungen Gefangenen eine Ausbildung in den Bereichen Bau, Holz, Metall beginnen, das bietet ihnen Perspektiven für eine Zukunft“.

Tobias Merckle bedankte sich für den Besuch der FDP-Delegation, die von den Vorstandsmitgliedern des Leonberger Stadtverbands Horst Nebenführ und Kurt Kindermann komplettiert wurde. „Wir sind für Menschen da. Der Mensch in seiner Unterschiedlichkeit steht bei uns im Mittelpunkt. Unser Umgang mit Menschen, die wir begleiten und mit denen wir zusammenarbeiten ist von Liebe, Wertschätzung, Respekt und Partnerschaft geprägt. Neben der Förderung des Einzelnen haben wir die Gemeinschaft im Blick. Wahrhaftigkeit, Klarheit und Konsequenz sehen wir als einen wichtigen Teil für einen liebenden, wertschätzenden Umgang“ ist das Credo der Einrichtung.