Bei einem vor Ort Gespräch im Karstadt Leonberg zwischen Florian Toncar, Mitglied der FDP Bundestagsfraktion, Bernd Schönwald, Vorsitzender des Stadtverbands der FDP in Leonberg und André Bunn, Geschäftsführer der Leonberger Karstadt-Filiale, sowie deren Betriebsratsvorsitzenden Dietmar Weigelt wurde nochmal deutlich, dass der Erhalt des Warenhauses auch von weitreichender Bedeutung nicht nur für das Leo-Center, sondern auch für die Stadt Leonberg ist. Ein Warenhaus dieser Größe zieht Kunden in die Stadt.

Die Karstadt-Filiale in Leonberg gehört zu den Umsatzstärksten Häuser des Unternehmens. Die Kundenfrequenz ist sehr gut. Die neuen Wohngebiete und wachsende Unternehmen wie Bosch und Geze schaffen zusätzliches Kundenpotential. Aktuell wird sogar noch Personal gesucht.

Weshalb steht dann das Warenhaus auf der Schließungsliste? Offenbar passt die Miethöhe nicht mehr zur aktuellen Wirtschaftslage. Die Filialleitung und die Belegschaft setzen darauf, dass die Miete nach unten angepasst wird. Dies ist sicher auch im Interesse von ECE. Allerdings ist ECE oft nur Verwalter der Center. Eigentümer sind Investoren deren Zusammensetzung je nach Objekt unterschiedlich ist. Das macht die Verhandlungen nicht einfach.

Abgesehen davon erhofft sich die Filialleitung, dass für 2020 die Bindung der bereits geplanten verkaufsoffenen Sonntage an einen besonderen lokalen Anlass aufgehoben wird. Diese Forderung unterstützt die FDP bereits tatkräftig auf Bundes- und Landesebene. Denn dies wäre für alle Händler, nicht nur in Leonberg, eine große Erleichterung.

Zur Sprache kam auch die prekäre Verkehrssituation in Leonberg. Die regelmäßigen Staus vergraulen die Kunden und kosten massiv Umsätze im Stadtgebiet. Nur einfach die Beschilderung zu ändern und damit die B295 statt durch Leonberg über die Autobahn zu führen, reicht nicht. Hier brauchen wir dringend eine tragfähige Lösung. Vorschläge liegen bereits auf dem Tisch. Die FDP ist bereit auf Kommunal- und Kreisebene Umfahrungslösungen zu unterstützen.